Basstölpel auf Helgoland

 

Basstölpel - Sula bassana - wurden bereits in den 1950ern auf Helgoland gesichtet, doch erst ab 1991 sind sie auf der Hochseeinsel ein Dauergast.Bis zum Jahre 2003 haben die Basstölpel nur am Lummenfelsen gebrütet, in den nachfolgenden Jahren wurde auch die Lange Anna erobert. Inzwischen werden auch Felswände weiter vorne in der Nähe vom Leuchtturm als Brutplatz genutzt.

Basstölpel brüten sogar direkt am Klippenrand, und man kann sie sehr gut beim Nestbau und Brüten beobachten. Ich empfehle neben einem Tele (ab 300mm) auch ein Lichtstarkes Zoom - ca. 24-70 mm. Beste Zeiten sind in der Früh bis 10:00 Uhr oder ab 16:00 Uhr, dann erstrahlt ihr weißes Gefieder bestens im Sonnenlicht.

 

Basstölpel legen nur ein Ei ins Gelege, welches zwischen 81 und 130 g wiegt. Die Brutdauer beträgt 42 bis 46 Tage und es findet pro Jahr nur eine Brut statt. Gewöhnlich wechseln sich die Tiere innerhalb 24 Stunden ab.

Die Jungen haben zuerst einen zarten weißen Flaum, welcher zu einem schwarzen Federkleid wechselt. Im Alter von 4-5 Jahren sind die Tiere ausgefärbt.

 

Mit Ihrer Flügelspannweite von ca. 1,80 m, sind Basstölpel hervorragende Flieger, selbst im stärksten Sturm können sie gleiten oder gar in der Luft stehen. Während der Futtersuche schauen sie aus bis zu 45 m auf das Meer um Fische zu erspähen, um dann im Sturzflug diese zu erbeuten. Kurz vor dem eintauchen werden die Flügel eng angelegt. Beim Auftreffen auf das Wasser, erreichen Basstölpel Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h.

 

Die letzte Aufnahme soll eine Mahnung an uns alle sein. Basstölpel lieben Fischernetze und nehmen sie zum Nestbau, doch Jährlich verenden bis zu 35 Tiere. Sie haben sich stranguliert oder sind elendig verhungert.

 

Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause.

Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören.

Dalai Lama

Verschiedene Vögel auf Helgoland - in Arbeit

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